5. Tag der AIDA-Kreuzfahrt: Panama - Colón
Allgemeine Infos:
Der Staat
Panama ist die
Landbrücke, die Mittel- und Südamerika verbindet. Das Land, das an der engsten
Stelle zwischen den Ozeanen vom Panamakanal durchzogen wird, grenzt im Norden an
das Karibische Meer, im Osten an Kolumbien, im Süden an den Pazifischen Ozean
und im Westen an Costa Rica. Colón
ist die zweitgrößte Stadt Panamas und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Colón
und liegt am Karibischen Meer. Als nördlicher Zugang zum Kanal ist Colón für die
meisten Besucher ein günstiger Ausgangspunkt, um von hier aus den Panamakanal
und seine Umgebung zu erkunden. Panama-City, die Hauptstadt von Panama,
liegt an einer kleinen Bucht - auf der einen Seite durch die Altstadt und auf
der anderen Seite durch das moderne Panama City begrenzt. Das Häusermeer wird
durch einige markante Hochhäuser überragt an denen man sich mehr oder weniger
orientieren kann. Die wohl wichtigste Verkehrsachse der Stadt mit seinen vielen
Geschäften und Hotels ist die Via Espana die nahtlos in die Avenida Central
übergeht. Hier beginnt die beliebte Fußgängerzone mit unzähligen Schaufenstern
und Geschäften die direkt zur Altstadt führt.
Sehenswürdigkeiten:
Der Panamakanal erstreckt sich über eine Länge
von 81,6 Kilometer und erreicht im 13 Kilometer langen Caillard Cut seine
engsten und spektakulärsten Stellen. Am 1. Januar 1880 wurde mit dem Kanalbau
begonnen. Dabei bedachte der für den Bau verantwortlich Ingenieur Ferdinand de
Lesseps jedoch nicht, dass es etwas völlig anderes ist, einen Kanal durch eine
trockene, flache Wüste zu bauen, als einen Kanal quer durch den Dschungel. Wegen
technischer Schwierigkeiten und nach etwa 22.000 Todesfällen durch tropische
Krankheiten gaben die Franzosen schließlich auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
nahmen die US-Amerikaner die Sache in die Hand. 1903 schlossen sie mit Panama
einen Vertrag ab, der sie ermächtigte, den Panamakanal durch den Isthmus von
Panama zu bauen. Am 15. August 1914 wurde der Panamakanal eröffnet. Er war das
bis dahin größte und teuerste Bauwerk überhaupt. Die Amerikaner behielten die
Hoheit über den Kanal und einen Landstreifen entlang des Kanals. 1977 beschloss
der amerikanische Präsident Jimmy Carter, den Kanal bis zum Jahr 2000 an Panama
zurückzugeben, was auch geschah. Der Panamakanal ist ein Schleusenkanal, in
dem Schiffe aller Größen, vom kleinsten Segelboot bis zum größten
Containerfrachter, scheinbar wie von Zauberhand 26 Meter über Meereshöhe gehoben
und später wieder 26 Meter abgesenkt werden. Zwischen den Miraflores-Schleusen
und der Schleuse Pedro Miguel durchqueren die Kanalfahrer den kleinen
Miraflores-See. Zwischen dem Gaillard Cut und dem Gatun-Schleusen erstreckt sich
der ebenfalls künstlich angelegte Gatun-See.
Das haben wir heute gemacht haben:
Zunächst einmal sind wir heute wieder recht
früh aufgestanden und konnten den Sonnenaufgang an Deck genießen sowie den
Hafeneinlauf. Das allein war schon ein Erlebnis. Als Ausflug hatten wir hier
von zu Hause aus bei "Panamataxi" eine Tour gebucht. Diese Tour sollte folgenden
Ablauf haben: "Abholen und Bringen auf Kreuzfahrtschiffen in Colón, danach
folgendes Programm (je nach Zeitaufwand): Miraflores (Panamakanal, Eintritt $
8.00), die Altstadt "Casco Viejo", Causeway Amador, Sie sehen auch den Caillard
Cut und el Puente de las Americas. Wir machen mittags einen Stopp in
"Nikos-Cafe" um schnell etwas zu essen, natürlich nur die, die wollen." Der
Preis hierfür betrug 65 $ p.P. Zur verabredeten Zeit um 8.30 Uhr waren wir
also am Hafenausgang. Dort stand auch schon die Reiseleiterin Christine mit
einem entsprechenden Schild mit unseren Namen drauf. Da nur 7 Personen von der
AIDA diesen Ausflug gebucht hatten, hoffte Christine, dass evtl. ein
paar
weitere zufällige Urlauber mitkommen würden, deshalb warteten wir noch eine
Weile. Zu ihrem Leidwesen aber unserem Glück, kamen aber keine weiteren
Passagiere. Somit machten wir diesen Ausflug nur mit einer Gruppe von 7
Personen, was natürlich sehr angenehm war. Also starteten wir dann und fuhren
auf der einzigen Verbindungsstraße zwischen Colón und Panama City. Die Strecke
betrug nur ca. 80 km, die Fahrzeit würde jedoch mindestens 1 1/2 Std. betragen,
da natürlich ein hohes Verkehrsaufkommen herrschte. So gegen 10 Uhr
erreichten wir die zweite große Brücke über den Kanal, die Puente Centenario.
Diese musste geschaffen werden, da die bisherige einzige Brücke über die
Wasserstraße überlastet war. Die 1.000 Meter lange Schrägseilbrücke wurde trotz
schwieriger geologischer Verhältnisse in nur 27 Monaten Bauzeit errichtet. Da
der Schiffsverkehr nicht beeinträchtigt werden durfte, wurde die sechsspurige
Fahrbahnplatte im Freivorbau erstellt. Heute erstreckt sich die technologisch
anspruchsvolle Konstruktion 80 Meter über dem Kanal. Getragen von zwei schlanken
Pylonen und 128 weißen Stahlkabeln. Da bei der Brücke nicht angehalten werden
konnte, habe wir diese nur jeweils einmal hin und zurück überquert. Danach ging
die Fahrt weiter am Kanal entlang zu den Miraflores-Schleusen. Leider waren zu
der Zeit unserer Besichtigung dort nur ein großes Containerschiff, welches die
Schleuse auch schon fast hinter sich hatte. Dann erreichten wir Panama City.
In Balboa fuhren wir einen Berg hinauf. Von dort oben hatte man eine
atemberaubende Aussicht von der einen Seite zum Kanal hin und auf der anderen
Seite über die riesige Stadt. Weiter ging es dann durch einen Teil der Altstadt
über den Causeway Amador. Der künstlich als Wellenbrecher angelegte Damm
verbindet die drei kleinen Inseln, Noas, Perico und Flamenco mit dem Festland.
Auf dieser letzten Insel Flamenco angekommen machten wir die Mittagspause in
einem der zahlreichen Restaurants, welches auch sehr viel von den Einheimischen
besucht wurde. Bei der Auswahl des Essen war Reiseleiterin Christine, welche
übrigens eine Deutsche ist, die aber schon viele Jahre in Panama lebt, eine
große Hilfe. Sie erklärte uns die einzelnen Speisen und war besonders typisch
für Panama ist und gab teilweise auch die Bestellung auf. Es schmeckte allen auf
jeden Fall sehr gut. Nachdem alle wohl gesättigt waren ging die Fahrt zurück
über dem Amador zur Altstadt Casco Viejo. Dort machten wir einen kleinen
Rundgang durch dieses sehenswerte Stadtviertel mit seinen vielen historischen
Gebäuden in kolonialer Architektur. Von hier aus hat man einen sehr
schönen Ausblick auf die Skyline der Metropole Panama City. Anschließend ging
es dann so langsam wieder zurück Richtung Colón. Am Gatun-See an der großen
Staumauer gab es dann noch einen Fotostopp, bevor wir dann am Nachmittag wieder
am Hafen ankamen.
Wir hatten einen schönen und sehr interessanten Tag, obwohl es
den ganzen Tag recht diesig war und wir an den Schleusen leider nur ein großes
Containerschiff gesehen hatten.
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Hier noch ein paar informative Links zu Panama:
> Panama >
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes >
Panamakanal
> Touren mit
Panamataxi
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