12. Tag der Mein Schiff 1-Kreuzfahrt: Madeira - Funchal
Allgemeine Infos
Madeira gehört zu Portugal, besitzt aber seit 1976
Autonomiestatus und verwaltet sich weitgehend selbst. Neben Madeira gehören noch
Porto Santo und die unbewohnten Ilhas Desertas zum Archipel. Die Inselgruppe
befindet sich im Atlantik, etwa 600 km vor der Küste Afrikas. Das Inselinnere
von Madeira ist bergig. Im Zentrum werden Höhe von über 1.800 m erreicht.
Höchster Berg ist mit 1.862 m der Pico Ruivo. Meeresküste und Hochgebirge auf
engstem Raum - das ist der Reiz der Blumeninsel Madeira. Vor allem
Naturliebhaber und Wanderer werden sich an den Stränden Madeiras, die zumeist
aus dunklem Vulkansand und Geröll bestehen, erfreuen können. Stärker als der
Rest ist die klimatisch begünstigte Südküste Madeiras bewohnt. Hier lebt ein
Großteil der Einwohner, während es im rauen Norden und auch in den Höhenlagen
weitaus einsamer ist. Das Inselbild wird weiterhin ebenso stark von den
Weinterrassen und den zahlreichen Bananenplantagen im windgeschützten Süden der
Insel geprägt wie durch die Farbenpracht der unvergleichlich exotischen
Pflanenwelt. Bougainvilles, Strelizien, Begonien und Hibiskus blühen das ganze
Jahr - und fast überall entlang der Wege.
Sehenswürdigkeiten:
Die künstlichen Wasserläufe Levadas bringen
das Wasser aus den niederschlagsreichen Gebieten im Norden ins Zentrum der Insel
und zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden. Die Wasserwege
erstrecken sich über mehr als 2.000 km, überwinden Täler und Berge, kreuzen
natürliche Wasserläufe und führen über Brücken und durch Tunnel. An vielen Orten
verlaufen ausgeschilderte Wanderwege entlang der "Adern Madeiras" und vorbei an
vielen versteckten Schönheiten der Insel. Die Südküste Madeiras fällt zum
Atlantik hin steil ab. Es bieten sich daher spektakuläre Aussichten von oben
hinab auf das Meer. Das Gabo Girão ist mit seinen 580 m
die höchste Steilklippe Europas. Fast senkrecht ragen die Felsen in die Tiefe,
nur von einigen Terrassenfeldern unterbrochen. Erwandern lässt sich der
Aussichtspunkt am besten von der Levada do Norte aus. An der Küste Richtung Gabo
Girão liegt auch der Küstenfelsen Ponta da Cruz, der mit seinen Naturpools zum
Entspannen einlädt. Wo früher der Wohnsitz der Hoteliersfamilie Reims war,
kann man heute zwischen tropischen Pflanzen, Obestbäumen, Teichen und
Springbrunnen im Botanischen Garten sparzieren gehen. Der "Jardim Botánico"
befindet sich 3 mk entfernt vom Stadtzentrum Funchals. Er ist in harmonischen
Formen angelegt und beheimatet über 2.000 Pflanzen in kontrastreichen Farben. Es
ist ein erholsamer und informativer Aufenthaltsort für Besucher, der zudem noch
als Zentrum für Wissenschaft und Kultur dient. Die Kirche Igreja Nossa
Senhora Do Monte von Monte verein architektonische Merkmale, dekorative Elemente
und sehenswerte Gemälde zu einem harmonischen Gesamtbild. Die Wallfahrtskirche
wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Hier befindet sich auch das Grab Kaiser Karls
I. zu Habsburg. Er wurde 1921 ins Exil nach Madeira geschickt. Insgesamt 74
Stufen führen zur Kirche hinauf und oben angekommen, wird man mit einem
herrlichen Blick über die Gärten von Monte belohnt. Monte erreicht man von
Funchal am besten mit der Seilbahn.
Unser
Tag auf Madeira sah so aus:
Hier hatten wir wieder nichts vorgeplant
und wollten uns nur die Stadt ansehen und auf jeden Fall die am meisten besuchte
touristische Attraktion erleben, die Korbschlittenfahrt. Also machten wir uns am
Morgen zusammen mit Claudia und Udo auf in die Stadt. Unser erstes Ziel war die
Altstadt und hier besonders die sehr sehenswerte Markthalle Mercado dos
Lavradores. Hier gab es fast alles, eine Vielzahl an tropischen Früchten,
Gemüse, Blumen und natürlich auch wieder eine Fischhalle. Dazu auch viele
regionale Artikel und Kunsthandwerkliches. Besonders lecker war die hier sehr
viel angebotene Ananasbanane. Hierbei handelt es sich um die essbaren Früchte
des Köstlichen Fensterblatt, eine Pflanzenart aus der Gattung der Fensterblätter
(Monstera) in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Unser nächstes Ziel
war die Seilbahn, mit der wir nach Monte hinauffuhren. Von dort oben hat man
eine tolle Aussicht hinunter auf die Stadt und den Hafen. Hier ist auch die
Kirche von Monte, die Igreja de Nossa Senhora do Monte. Nach deren kurzen
Besichtigung ging dann die Fahrt mit dem Korbschlitten wieder hinunter in die
Stadt. Leider nicht ganz bis zum Ende. Dort hielten aber in kurzen Abständen die
Linienbusse, die uns dann wieder ganz nach Funchal zurückbrachten. Wieder in
der Altstadt besuchten wir den Old Blandy Wine Shop. Dort werden Flaschen des
berühmten Madeira-Weines aus den meisten Jahrgängen seit 1908 gelagert. Leider
haben wir unseren Geburtsjahrgang nicht gefunden. Nach einen Bummel durch einen
kleinen Park machten wir an einer kleinen Bar eine Pause unter anderem mit einem
Gläschen Poncha, dem Nationalgetränk auf Madeira. Dann machten wir uns so
langsam wieder aufwärts in Richtung Hafen und Schiff, aber nicht ohne noch der
privaten Yacht „Vagrant“ der Beatles, die diese im Hafen von Funchal
hinterlassen haben, einen Besuch abzustatten. Darin ist heute ein Restaurant.
Danach wurde es dann auch langsam wieder Zeit, zum Schiff zurückzugehen.
Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag
in Funchal, obwohl das Wetter nicht ganz so gut mitgespielt hat. Gerade oben in
Monte hat es kurzfristig etwas genieselt, aber es war noch gut auszuhalten..
|
Hier geht's zur
Bildergalerie - unsere schönsten Bilder von Madeira:
|
 |
Hier noch ein paar informative Links zu Madeira:
>
Madeira >
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes >
Funchal >
Korbschlittenfahrt
|