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7. Tag der Mein Schiff 1-Kreuzfahrt: Lanzarote - Arrecife

Flagge von Lanzarote  Wappen von Lanzarote

Allgemeine Infos

Lanzarote ist eine der kargsten Kanarischen Inseln, doch bleibt ihre Farbenvielfalt unübertroffen. Die Vulkanlandschaft zeigt sich in Hellbraun, Ocker, Gelb und Violett über Schwarz und Braun bis hin zu leuchtendem Rostrot. Keine der Inseln ist derart vom Vulkanismus geprägt wie Lanzarote und somit bieten sich hier viele einzigartige Landschaftsbilder. Auf der Insel verteilen sich rund 300 Vulkankegel mit Höhe zwischen 400 und 600 m. Diese Vulkanlandschaft kann man im Nationalpark Timanfaya hautnah erleben, zum Beispiel bei einem Sparziergang über die bizarre Mondlandschaft, ein Überbleibsel des letzten großen Ausbruchs im 18. Jahrhundert. Kilometerlange, unterirdische Lavahöhlen, wie im nördlichen Jameos del Agua, zeugen heute noch von dem Zusammenspiel von Feuer und Wasser und wurden zu Sehenswürdigkeiten umgestaltet. Die bewusste Gestaltung spielt auf Lanzarote eine große Rolle. Vor allem der Architekt César Manrique hat das Inselbild nachhaltig beeinflusst. Viele Bergdörfer und alte Bauernhöfe wurden im typisch kanarischen Stil liebevoll restauriert, während Neubauten mit viel Sinn für Tradition neu errichtet werden. Die natürlichen Gegebenheiten haben die Einwohner vor allem Zähigkeit und Respekt vor der Umwelt gelehrt. So wurden auf Lanzarote in der Regel keine Hochhäuser gebaut, aus Rücksicht auf das Inselbild und die Natur

Sehenswürdigkeiten:

Etwa 8 km nordöstlich von Arrecife liegt der Touristenort Costa Teguise. Hier ist man bestens auf die Wünsche der Inselbesucher eingestellt. Hübsche Cafés und Restaurants, kleine Geschäfte und ein schöner Golfplatz sorgen für viel Abwechslung. Neben dem Luxushotel Las Salinas sind auch der Palast La Mareta, der sich im Besitz von König Hussein von Jordanien befindet, und das von Manrique gestaltete "Pueblo Marinero" sehr sehenswert. Für viel Spaß und Action ist hingegen im Aqua-Park am Ortsrand von Costa Taguise gesorgt.
Im Süden der Insel, zwischen Yaiza und Tinajo, erstreckt sich der Nationalpark Timanfaya über 51 km² als Teil des größten Lavafeldes der Welt. Bei Eruptionen in den Jahren von 1730 bis 1736 wurde das Dorf Chimanfaya komplett verschüttet - es gab dem Nationalpark auch seinen Namen. Ob mit dem Bus, auf einem Kamel oder bei einer geführten Wanderung - hier kann man die eindrucksvollen Vulkankrater und die Feuerberge "Montañas del Fuego" erkunden. Noch heute werden Temperaturen von bis zu 600°C unter der Erdoberfläche erreicht und vermitteln besonderen Respekt vor der Kraft der Natur.
Das Kastell von San José wurde noch im 18. Jahrhundert unter dem König Carlos III. gebaut. Es liegt am Kap Cueva de Inés, ca. 8 m über dem Meeresspiegel. Über das Obere von zwei Stockwerken kann man das noch gut erhaltene Gebäude betreten und sich durch Pulverkammern, Kerker und Lagerräume seinen Weg bahnen. War die Burg früher zur Verteidigung der Küstenlinie vor dem Hafenörtchen Naos und zur Bekämpfung der vorherrschenden Arbeitslosigkeit gedacht, beherbergt sie heute ein Museum für zeitgenössische Kunst.
Das Anwesen Fundacion César Manrique in der Ortschaft Tehiche, etwa 8 km von Arrecife entfernt, war bis 1987 das Atelier und Wohnhaus des Künstlers César Manrique. Dieser hat als Landschaftsgestalter, Maler und Architekt deutliche Spuren auf seiner Heimatinsel hinterlassen. Vor allem seine Lage in einem Lavafeld mit unterirdischen Hohlräumen, die miteinander verbunden sind, macht dieses Anwesen so besonders. Ein unterirdischer Pool und ein sorgsam angelegter Garten sowie die Ausstellung diverser Zeichnungen und Pläne Manriques vervollständigen das faszinierende Erlebnis.

Wir hatten uns für heute vorgenommen:

So richtig was geplant hatten wir auch hier nicht, jedoch haben wir uns gerne mit Anette und Christian zusammengetan. Diese hatten vor, privat mit einem Taxi in die Feuerberge zu fahren. Vor ein paar Jahren waren wir bereits schon einmal (auch nur 1 Tag) auf Lanzarote und waren damals unter anderem auch im Nationalpark Timanfaya und im Anwesen Fundacion des César Manrique. Da die Feuerberge jedoch sehr interessant und so eindrucksvoll sind, haben wir diesen Ausflug gerne noch einmal gemacht. Wir verließen also gemeinsam das Schiff und dort standen ja schon jede Menge Taxis die auf Kundschaft warteten. Hier wurden dann verschiedene Ausflüge angeboten. Man wurde sich recht schnell einig und so bestiegen wir zu Viert das Taxi und der Fahrer machte sich auf den Weg. Er sprach zwar nur englisch, jedoch war seine Aussprache sehr gut zu verstehen. Zwischendurch ließ er eine CD in deutscher Sprache laufen, die seiner Wegstrecke entsprach. Das war sehr informativ.
Der erste Stopp war an einem schönen Aussichtspunkt. Hier gab es auch einige Kakteen, auf denen es Ansammlungen der Cochenilleschildlaus gab. Die weißen knubbeligen Flecken sahen eher wie Schimmel oder Pilzbefall aus. Unser Taxifahrer nahm jedoch einen Knubbel ab und zerdrückte ihn in seiner Hand und es entstand ein großer roter Fleck. Das ist dann die Karminsäure aus der der rote Farbstoff gewonnen wird. Dieser wird heute noch in der Kosmetik (Lippenstift) und für Lebensmittelfarbe verwendet.
Danach ging die Fahrt weiter zur Kirche Santuario Virge de Los Dolores in Mancha Blanca. Diese Wallfahrtskirche wurde 1862 fertiggestellt. In ihr befindet sich eine Schwarze Madonna mit der Anrufung Nuestra Señora de los Volcanes (‚Unsere Liebe Frau von den Vulkanen‘) Die Legende besagt, dass die Madonnenfigur, getragen von den verzweifelten Einwohnern des Dorfes Mancha Blanca, während einer Bittprozession die Lavaströme anhielt und so das Land vor weiterer Zerstörung bewahrte. Sie ist am 15. September jeden Jahres (Maria Schmerzen, hier örtlich Fiesta de la Virgen de los Volcanes) das Ziel von Wallfahrten, die an die Errettung vor den Lavaströmen der Vulkanausbrüche in den Jahren 1730 bis 1736 und 1824 erinnern.
Anschließend fuhren wir nun zu den Feuerbergen. Mit dem Taxi fuhren wir in den Nationalpark hinein bis zum großen Parkplatz am Besucherzentrum. Von dort stiegen wir um in einen der vielen Busse und fuhren nun den Weg durch die Feuerberge. Hierbei wurde an verschiedenen interessanten Stellen für Fotozwecke gestoppt. Nach Rückkehr zum Parkplatz gab es hier noch zu sehen und zu erleben, wie heiß die Erde oder besser die Lava tatsächlich noch ist. Zunächst mit etwas Stroh, dass sehr schnell lichterloh brannte und dann mit Wasser, welches in ein Loch geschüttet wurde und dann wie ein Geysir in die Höhe schoss. Ja, das war schon sehr beeindruckend.
Auf dem Weg zurück in Richtung Schiff gab es noch eine Pause an der Bodega La Geria. Auf den Feldern ringsherum war zu sehen, wie auf Lanzarote Weinreben angepflanzt werden. Die Rebstöcke wachsen jeder für sich in kleinen, mit Mauern geschützten Einzelkratern. In der Bodega konnten wir den Wein probieren und natürlich auch kaufen. Er schmeckte übrigens sehr gut.
Gegen Mittag waren wir dann wieder am Schiff. Es war ein sehr schöner interessanter Ausflug und zudem für uns zu Viert auch viel günstiger, als auf dem Schiff gebucht. Am Nachmittag fuhren wir dann noch mit dem Shuttle-Bus in die Stadt hinein und machten hier einen schönen Sparziergang entlang der Promenade mit dem Castillo de San Gabriel und der Lagune Charco de San Ginés, einem wirklich schönen Plätzchen in Arrecife.

Lanzarote ist eine der beeindruckendsten Inseln überhaupt und wir haben diesen Tag sehr genossen.

Hier geht's zur Bildergalerie - unsere schönsten Bilder von Lanzarote:

Lanzarote, die Feuerberge, hier weiter zur Bildergalerie

Hier noch ein paar informative Links zu Lanzarote:

> Lanzarote
> Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
> Arrecife
> Nationalpark Timanfaya

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