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6. Tag der AIDA-Kreuzfahrt: Costa Rica - Puerto Limón

Flagge von Costa Rica Wappen von Costa Rica

Allgemeine Infos:

Die Vielfalt der Natur ist Costa Ricas größter Schatz. Auf dieser ca. 5 Millionen Jahre alten, 51.100 km² großen Landbrücke zwischen den Landmassen Nord- und Südamerikas drängen sich über 500.000 Pflanzen- und Tierarten, 6 % aller auf der Welt bekannten Spezies. Costa Rica grenzt im Norden an Nicaragua, im Südosten an Panama, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Das Land ist zwischen 119 und 282 Kilometer breit und gebirgig.
Puerto Limón ist keine wirkliche schöne Stadt, echte Sehenswürdigkeiten im Sinne von architektonischen Zeitzeugnissen sind selten zu sehen. Doch in der quirligen Hafenstadt ist die Karibik allemal hautnah zu spüren. Ein buntes Gemisch von Schwarzafrikanern aus Jamaica, Costa-Ricanern spanischer Abstammung und Nachkommen der im Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts beschäftigen Chinesen bevölkert die Straßen.
San José ist die Hauptstadt (drei Stunden von Puerto Limón entfernt) und mit Abstand die größte Stadt Costa Ricas. Hier sind besonders das Teatro Nacional und der Asamblea Legislativa (die Nationalversammlung) sehenswert. Es gibt zudem viele Museen wie das Eisenbahn- oder das neue Kindermuseum. Die drei wichtigsten sind jedoch das Nationalmuseum, das Goldmuseum und das Jademuseum.

Sehenswürdigkeiten:

Der Nationalpark Braulio Carrillo gehört mit einer Fläche von ca. 450 km² zu den größten Schutzgebieten des Landes und beherbergt auf Grund seiner unterschiedlichen Lebensräume einen großen Teil der costa-ricanischen Tier- und Pflanzenarten. Die extrem dichte Vegetation mach einen Besuch des Parks schwierig. Eine 1,7 Kilometer lange Seilbahn schwebt in ca. 40 m Höhe mit 22 Gondeln durch den Regenwald. Der Besucher wird durch ein 15-minütiges Video über das Projekt sowie den Bau der Seilbahn informiert, bevor der die ca. 80 Minuten dauernde Fahrt durch die Wipfel des Waldes zusammen mit einem naturkundigen Führer antritt.
Der knapp 19.000 Hektar große Nationalpark Tortuguero mit seinen unzähligen Lagunen und Kanälen gehört zu den Hauptattraktionen des Landes. Die ökologische Vielfalt ist erstaunlich, besonders beeindruckend sind die Alligatoren, es gibt auch Affen, Faultiere und Echsen zu sehen. In den schmalen Kanälen zeigt sich die tropische Natur von ihrer schönsten Seite. Jährlich hohe Niederschläge und eine Durchschnittstemperatur von 28 °C lassen hier Palmen, Stelzwurzelbäume und Farne gedeihen. Eine Vielzahl tropischer Vögel beleben diese Welt aus Wasser und Wald.
Eine weitere Attraktion auf Costa Rica sind die so genannten Canopy-Touren, die es möglich machen, an einem Drahtseil von Baumkrone zu Baumkrone zu gleiten und dabei die fantastische Baumlandschaft aus einer etwas luftigeren Perspektive zu genießen

Unser Programm für diesen Tag:

Hier hatten wir uns auch bereits im Vorfeld zu Hause im Internet, besonders durch das AIDA-Fan-Forum, informiert, was man hier so alles machen kann und haben uns dann für einen Ausflug mit Gaby Hoebart entschlossen. Sie ist eine Diplom-Geografin, die in der Winterzeit in Costa Rica lebt. Der von ihr angebotene Ausflug sah wie folgt aus: "Der Ausflug ist eine Kombination einer Bootsfahrt in den Tortuguero-Kanälen mit einer Wanderung im Cahuita Nationalpark und Badeaufenthalt zur Entspannung. Auf dem Weg nach Cahuita machen wir einen Abstecher in eine Bananenplantage, gegen Ende des Ausfluges sind wir in Limón Zentrum und besuchen kurz Meeresschildkröten."
So war es dann auch. Um 8.15 Uhr stand sie vor dem Hafen. Die Gruppe aller Teilnehmer war so ca. 25-30 Personen. Wir wurden dann auf zwei Busse aufgeteilt. Bei uns im Bus fuhr dann der 2. Reiseleiter, Frederico, mit. Er sprach perfekt deutsch, da er in Österreich geboren war, aber in Costa Rica aufgewachsen ist. Als dann die Fahrt los ging, fuhren wir zuerst zu den Tortuguero-Kanälen. Hier stiegen wir in 2 Boote um und fuhren ca. 1 1/2 Std. durch die Kanäle. Dort haben wir eine ganze Reihe Tiere gesehen, Verschiedene Reiher, darunter sehr viele kleinere Schmuckreiher, Blaureiher und Dreifarbenreiher. Auch einen großen Graureiher konnten wir sehen. In den Bäumen gab es mehrere Brüllaffen, sie waren allerdings ziemlich weit weg und daher nur schwer sehen. Aber gut gesehen haben wir mehrere 2-Zehen- und 3-Zehen-Faultiere. Diese waren sogar teilweise in Aktion und haben gefressen oder sich auch so bewegt. Weiter gab es Leguane und auch den sehr kleinen Leguan, den Helmbasilisk zu sehen. Auf der Rückfahrt konnten wir noch das einzige in diesem Abschnitt lebende junge Krokodil bewundern. Da wir diese Bootsfahrt recht früh angetreten sind, waren zu Beginn noch nicht viele andere Boote da. Erst als wir wieder anlegten, wurde es voll und die größeren Boote mit AIDA-Gästen waren unterwegs.
Dann ging die Fahrt wieder zurück Richtung Limón und hier auf einen kleinen Berg hinauf zu einem Fotostopp. Hier hatten wir eine schöne Aussicht auf die Stadt und den Hafen mit der AIDAaura. Danach fuhren wir weiter in Richtung des Cahuita Nationalparks. Dieser liegt ganz im Osten, fast an der Grenze zu Panama. Unterwegs wurde noch an einem Obstverkaufsstand gehalten, wo es leckere Früchte zu kaufen gab. Besonders die kleinen Bananen und eisgekühlte Kokosnüsse schmeckten wunderbar. Weiter ging dann die Fahrt mit dem nächsten Stopp an einer Bananenplantage. Nach Mitteilung von Gaby und Frederico war es eine Plantage von Chiquita. Diese erlauben jedoch keine Besucher oder Führungen auf ihrem Gelände. Gaby und Frederico erzählten uns daher nur von außen, wie diese Bananen gezüchtet werden, u.a. auch, warum die Bananenstauden alle in Plastiktüten eingepackt werden. Die Costa Ricaner essen diese Bananen jedenfalls nicht!
Gegen Frühnachmittag kamen wir dann am Nationalpark Cahuita an. Dieser befindet sich direkt an der Küste. Hier sind wir dann so ca. 1 km hineingelaufen, wobei es wieder allerlei Tiere zu sehen gab. Die Brüllaffen haben wir diesmal nicht sehen, aber gehört. Sie brüllen wirklich unglaublich laut. Auch Faultieren waren hier sowie eine Gruppe Kapuzineraffen, die von den Touris mit Bananen angelockt wurden. Dann haben wir noch eine gelbe Giftschlange, nennt sich Oropel, gesehen. Sie lang zusammengerollt zwischen Zweigen. Am Strand angekommen konnten wir baden, das tat nach der ganzen Fahrt und dem Laufen richtig gut.
Auf dem Rückweg ging es direkt durch bis Puerto Limón, wo wir dann noch die Meeresschildkrötenaufsichtsstation besuchten. Um kurz nach 17.00 Uhr waren wir dann wieder an Bord.
So hatten wir einen kleinen Teil dieses schönen Landes kennen gelernt in einem sehr erlebnisreichen Ausflug. Zu der Zeit, als wir im Nationalpark Cahuita waren, fand im Landesinneren ein Erdbeben statt. Wir an der Küste haben davon nichts mitbekommen. Andere Urlauber, die einen Ausflug mit der Seilbahn gemacht hatten, erzählten uns aber, sie hätten das Beben sehr wohl gemerkt.

Hier geht's zur Bildergalerie - unsere schönsten Bilder von Costa Rica:

Faultier in Costa Rica

Hier noch ein paar informative Links zu Costa Rica:

> Costa Rica
> Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
> Nationalparks in Costa Rica
> Canopy-Touren
> Ausflüge mit Gaby Hoebart

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